Generation Z - Eine Generation, die Veränderung fordert

Werbung ist nicht immer einfach – schon gar nicht wenn Deine Zielgruppe ganz bestimmte Vorstellungen von und Erwartungen an Deine Marke hat. 

Derzeit ist, dem demographischen Wandel zur Folge, die junge Generation Z eine der mitgliederstärksten Generationen aller Zeiten und somit wahrscheinlich auch von höchstem Interesse für Dein Marketing.

Ist es Dir bereits gelungen diese Gruppe für Dich zu begeistern? Denn das war bestimmt nicht so leicht, wie man wahrscheinlich vermutet.

Um die kaufkräftigen Abnehmer von Morgen für sich zu gewinnen, reicht traditionelles Marketing schon lange nicht mehr aus. Jetzt ist Kreativität und vor allem Einsatz gefragt.
Hier zeigen wir Dir, worauf es ankommt und wie es Dir gelingt sie von Deiner Marke zu überzeugen. 

Platziere Dich auf den richtigen Kanälen

Die Generation Z ist mit den neuesten Technologien groß geworden und somit sehr vertraut mit vielerlei mobilen Endgeräten. Laut einer Studie von «AdReaction: Engaging Gen X, Y and Z» nutzen über 74% der jungen Befragten ihr Smartphone oder Tablet täglich länger als eine Stunde. 

Soziale Medien sind hierbei der Mittelpunkt der digitalen Kommunikation. Neben YouTube, Facebook und Snapchat, sind derzeit vor allem die Apps TikTok und Instagram sehr beliebt. Über 36% geben sogar an diese Plattformen mehrmals am Tag aufzurufen und aktiv zu nutzen. 

Gleichzeitig treffen auch Portale für Musik und Filme auf große Begeisterung, hier geben sogar ganze 39% der Befragten an, dass Formate wie Netflix und Spotify ihre Wahrnehmung in Bezug auf Werbung positiv beeinflussen.

Doch jetzt genug mit digitalen Kanälen - auch traditionelle Medien werden noch lange nicht außer Acht gelassen. Bei der Generation Z kommen Printanzeigen weiterhin genauso gut an wie digitale Werbung. Die Kombination macht hier den Unterschied.

Arbeite viel mit Bild und Ton

Solltest Du Dich für eine der oben aufgeführten Plattformen entscheiden, benötigst Du noch das richtige Format. Setze am besten auf Bild- und Videomaterial, denn ein Bild sagt meist mehr als 1.000 Worte und wird viel schneller vom Betrachter aufgenommen und verstanden.

Eine Studie der MNI Targeted Media zeigt des weiteren auf, dass ebenfalls Audiostreaming immer mehr Befürworter findet. Podcasts und Internetradio zählen mittlerweile schon zum festen Bestandteil eines jeden Zugehörigen der Gen Z.

Am besten jedoch schneidet die Werbung in Form von Videos ab. Eine Google-Studie hatte erst kürzlich herausgefunden, dass über 70% der Generation Z täglich mehr als 3 Stunden mit dem Schauen von Videos auf sozialen Plattformen oder Streaming-Portalen verbringt. 

Um aufgrund von schneller Langeweile nicht einfach übersprungen zu werden, solltest Du vor allem auf Kurzfilme, Memes oder GIFs zurückgreifen, die Du mit kurzen und aussagekräftigen Inhalten untermauerst. 

Sei kreativ und bleibe authentisch

Um die Aufmerksamkeit der jungen Generation für Dich zu gewinnen, solltest Du für möglichst kreativen und gut durchdachten Content sorgen, der sich von anderen Werbeanzeigen abhebt. Dabei solltest Du besonders beachten, dass die Generation Z viel schneller, als ihre Vorgänger beurteilt, ob eine Werbung interessant sein könnte oder nicht. Zurückzuführen ist das vor allem auf ein stark weiterentwickeltes Designbewusstsein und die damit verbundenen, stetig steigenden Darstellungsansprüche.

Damit Du die Gen Z langfristig als Kunden gewinnst, musst Du außerdem authentisch auftreten.

Du solltest daher auch besser auf zwar schöne, jedoch vorgegaukelte Umschreibungen verzichten, denn die technisch-affine Generation Z wird es herausfinden und Dich in Zukunft meiden.

Am besten fährst Du derzeit, wenn Du Dir jemanden außerhalb Deines Unternehmens holst, der wirklich Bescheid weiß und die neuesten Trends versteht. Man redet hierbei häufig von den sogenannten (Micro)Influencern: Sie sind meist selber Teil der jungen Generation und können ihre Reichweite dazu nutzen Deine Produkte bzw. Deine Marke authentisch zu präsentieren und bestenfalls zu empfehlen.

Passe Deine Werbung an die regionalen Gegebenheiten an

Nicht jede Region reagiert gleich auf Werbung. Am besten ist es, Du passt Deine Anzeigen an die Vorlieben und lokalen Besonderheiten Deiner verschiedenen Standorte an. So besagt die AdReaktion-Studie zum Beispiel, dass deutsche Konsumenten Werbung bevorzugen, die mit Musik hinterlegt ist und dadurch die Botschaft des Spots verstärken. Junge Generationen in Asien ziehen es vor allem vor, wenn heitere Musik während den Werbefilmen abgespielt wird. Große Unternehmen wie McDonalds machen dies schon einige Jahre vor und konnten bisher große Erfolge mit ihrer unterschiedlichen Produktplatzierung erzielen.

Mach Dich stark für soziale und ökologische Konflikte

Die Gen Z ist eine relativ offene Generation und zeigt oftmals mehr Interesse für ihre Umwelt und Mitmenschen, als andere Altersgruppen. 

Laut der MNI-Studie sagen knapp 70%, dass sie dazu beitragen wollen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Über 50% erwartet daher auch von ihren Produkten, dass sie umweltfreundlich und für jeden zugänglich sind. 

Deine Produkte sind bereits nachhaltig, als auch vielfältig? Dann solltest Du Deine Werbeanzeigen so gestalten, dass jeder Dein soziales Engagement und Verantwortungsbewusstsein erkennt.

Heikle Themen zum Beispiel, die bei den älteren Konsumenten gar nicht erst angesprochen wurden, sind für die heutige Generation schon fast selbstverständlich. 

Wenn Du also diese Themen in Deine Werbestrategien integrierst, zeigst Du Deinen Abnehmern der Zukunft nicht nur, dass diese Bereiche für Dich ebenso relevant sind, sondern rückst gleichzeitig Deine Marke in ein attraktives Licht.
Allerdings solltest Du bei der Wahl des richtigen Themas behutsam vorgehen, Authentizität und Glaubwürdigkeit sind hier sehr wichtig. Die Young Gens werden es sofort bemerken, solltest Du ein soziales Thema zu Deinen Gunsten ausnutzen.

Fazit:

Damit Werbung bei der Generation Z funktioniert, musst Du verstehen, wie die jungen Leute ticken. Denn genau daran solltest Du Deine Werbung lehnen, um möglichst viel positive Aufmerksamkeit zu generieren. 

Als Vermarkter solltest Du die ganze Sache daher sehr aufgeschlossen angehen, um ein besseres Gespür dafür zu bekommen, worin die Prioritäten der Young Gens liegen.
Wenn man sich zu sehr auf alte Regeln versteift ist man schnell aus der Mode und wird einfach durch einen andere Anbieter ersetzt.
Um also langfristig am Markt bestehen zu bleiben, musst Du die Vorlieben und Ansprüche Deiner potenziellen Kunden kontinuierlich analysieren und verstehen lernen. Denn nur so wird es Dir gelingen, Dich rechtzeitig an jeden neuen Trend anzupassen.