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Harold, Pepe der Frosch oder Grumpy Cat sind wohl den meisten, die sich auch nur geringfügig mit Memes beschäftigen, sicherlich ein Begriff. Seit unsere News-Feeds mit Cat-Content und Co geradezu überflutet werden, ist es kaum noch vorstellbar, ohne Memes zu leben. Memes sind heutzutage DAS Mittel, um sich auf sozialen Netzwerken auszudrücken. Dabei zielen sie weniger darauf ab, Deiner Zielgruppe einen informativen Nutzen zu generieren. Vielmehr geht es darum, ihnen einen unterhaltsamen Mehrwert zu bieten. Memes beziehen sich häufig auf aktuelle Ereignisse oder beliebte Serien und Filme sowie Ereignisse, die im Netz von der Community diskutiert werden. Diese Bilder, Wörter und Videos verbreiten sich rasend schnell im Netz – vor allem über soziale Netzwerke. Aber auch über Webseiten wie 9GAG, reddit und Imgur verbreiten sich die Internetphänomene rasant. To put a long story short: Memes sind der Insider-Witz der Social-Media-Gemeinde.

Bestes Beispiel für die Verwendung von Memes ist „Die viralste Tür Deutschlands“. Begonnen hatte alles mit der Nachricht, dass der Techniker, der die kaputte Tür der Uni Mainz reparieren sollte, informiert sei. Als nach einigen Wochen allerdings weder die Tür repariert, noch ein Techniker informiert war, brach wortwörtlich eine Meme-Lawine los.

Was genau Memes sind, wo sie ihren Ursprung haben und wie Du sie effektiv in Deine Marketing-Maßnahmen einbinden kannst und somit den Grundstein für erfolgversprechende Content- und Social-Media-Kampagnen legst, erfährst Du in diesem Blogbeitrag.

 

Was sind eigentlich Memes?

Das Wort Memewurde 1976 von dem Religionskritiker Richard Dawkins geprägt. Das Meme beschreibt ein Internet-Phänomen, dessen Bezeichnung seinen Ursprung in Richard Dawkins populärwissenschaftlichen Buch „The Selfish Gene“ besitzt. Er argumentierte, dass Viralität nicht nur für Infektionskrankheiten, sondern auch in anthropologischen Kontexten gilt. In seinem Buch wird die Verbreitung kultureller Informationen beschrieben.

Memes werden vor allem in den sozialen Medien eingesetzt und stellen Bild-, Text- oder Videomaterial dar, welches von Internet-Nutzern leicht kopiert und oft mit kleinen Abweichungen verbreitet werden kann. Memes beziehen sich dabei häufig auf aktuelle Ereignisse und Themen. Sie können aber auch einen losen Gedanken oder eine Emotion in Bild und Text auf den Punkt bringen. Memes funktionieren dabei wie Insiderwitze und leben vom Bezug zu Alltagssituationen.

Richtig eingesetzt, kannst Du mit ihnen die Aufmerksamkeit und das Herz Deiner Zielgruppe gewinnen sowie Deine Marke mit emotionalem Entertainment-Trust aufladen.

 

Warum Du Memes in Deine Content- und Social Media Strategie mit aufnehmen solltest

Memes haben eine spezifische Bedeutung in unserer digitalen Umgebung. Was sie so besonders macht, ist ihre Art, Einstellungen, Gefühle und Situationen zu kommunizieren. Sie erfreuen sich zudem großer Beliebtheit – warum solltest Du nicht auch einmal versuchen, Memes in Deine Marketingstrategie zu integrieren?

Als erfolgreiche Marke solltest Du den Wert der Memes für ihr eigenes Marketing bereits entdeckt haben. Mit Meme Marketing ergibt sich die Möglichkeit, Deine Zielgruppe innerhalb kürzester Zeit humoristisch mit Deiner Marke zu identifizieren. Da Memes von der Internetkultur leben, stellen sie ein ideales Mittel dar, um sich bei genau dieser zu positionieren. Die Vorteile für Dein Marketing liegen auf der Hand: Memes sind schnell und einfach zu erstellen, leicht konsumierbar und shareable. Es gibt also einige gute Gründe, um Memes in Deine Marketing-Maßnahmen zu integrieren.

Memes sind bereits viral verbreitet worden. Du musst Dir also nicht mehr die Mühe machen, eine breite Masse erreichen zu wollen. Insbesondere so genannte Macros (eine Art Vorlage für ein digitales Medium mit einem Bild oder einer Grafik, welches mit einer Form von Text überlagert wird) sind in der ganzen Welt bekannt und können trotz Sprachbarriere fast überall verstanden werden. Der Bekanntheitsgrad des Fotos oder Cartoons ist dabei der ausschlaggebende Punkt für ein erfolgreiches Meme. Ein weiteres Merkmal von Memes ist, dass die Kernaussage bereits auf den ersten Blick erkannt werden kann. Zu Guter Letzt wird dem Macro ein einprägsamer Text mit hohem Wiedererkennungswert hinzugefügt. Nicht zwingend, jedoch zielführend sind festgelegte Ausdrücke, die dem Meme zugeschrieben werden.

Auch die Distributionsmodalitäten sind um einiges kostengünstiger als sonst. Da es sich bei Memes oft um digitalen Input wie Fotos, Videos oder Text handelt, sind sie ideal zum Posten, Sharen und Liken auf Social Media Plattformen geeignet. Es ergibt sich außerdem der Kontakt zu einer Zielgruppe, die durch konventionelle Kanäle nicht immer erreicht werden kann.

 

Wie schaffst Du es letztendlich mit Meme-Marketing viral zu gehen

Auf den ersten Blick macht das Meme-Marketing Sinn: Memes sind leicht verständlich, allseits bekannt und beliebt, man kann sie vergleichsweise günstig herstellen und wenn sie gut gemacht sind, haben sie hohe Chancen, viral zu gehen. Allerdings ergibt sich ein schmaler Grat zwischen gut gemacht und peinlich – insbesondere bei Marketing-Memes. Es gibt durchaus gelungene Beispiele, aber eben auch mindestens genauso so viele, bei denen man am liebsten vor Fremdscham im Erdboden versinken möchte.

Zuallererst solltest Du den Humor Deiner Zielgruppe kennen. Humor ist eine großartige Möglichkeit, sich zu verbinden. Viele Memes basieren auf Sarkasmus oder Satire. Hier besteht die Gefahr, nicht den Nerv Deiner Zielgruppe zu treffen. Dementsprechend schlecht kommt das Meme letztendlich an.

Genau aus diesem Grund solltest Du den Humor Deiner Zielgruppe verstehen und Deine Memes entsprechend anpassen. Schau Dir an, worauf Deine Zielgruppe positiv reagiert. Starte eine kurze Umfrage bei Deiner Zielgruppe, in der Du in Erfahrung bringst, welches bspw. ihre liebsten Comedy-Serien oder Komiker sind. Das wird Dir dabei helfen, Deine Community besser zu verstehen und Deine Memes so zu gestalten, dass sie den maximalen Lachwert erhalten.

Für ein gutes Meme gibt es kein Geheimrezept. Einige der Hauptzutaten sind leicht zu konsumierende, verknüpfbare Inhalte und ein ansprechendes visuelles Erscheinungsbild. Dein Meme sollte bestenfalls ein Thema ansprechen, welches mit Deinen laufenden Marketing-Kampagnen übereinstimmt. Vergiss dabei aber niemals, Deiner Marke treu zu bleiben.

 

Ein Beispiel für die gelungene Verwendung von Memes ist der Autovermieter Sixt

Fazit

Wichtig ist, dass die Memes, die Du produzierst zu Deinem Unternehmen und Deinen Werten passen. Geh nicht direkt jeden Trend mit! Dabei solltest Du allerdings beachten, dass die Quintessenz des Memes, das Du für Dein Marketing nutzen willst, auf keinen Fall verändert werden sollte. Das kann nämlich schnell nach hinten losgehen und den Spott Deiner Internet-Community auf Dich ziehen – nichts ist peinlicher als ein falsch verstandenes und falsch umgesetztes Meme.

Um Deine Meme-Marketing-Strategie zu einem viralen Hit zu machen, solltest Du Dir letztendlich folgende Dinge im Gedächtnis behalten:

Sorge für einen hohen Wiedererkennungseffekt! Das Meme muss verstanden werden, ohne großartig über dessen tieferen Sinn nachdenken zu müssen. Nur so wird es von der Community erkannt und auch angenommen.

Gehe mit der Zeit! Memes können schnell ihren Glanz verlieren und von der Community als veraltet angesehen werden. Du solltest relevante Themen also zeitnah aufgreifen und in geeigneten Meme-Content umwandeln. Spring dabei allerdings nicht auf jeden Zug auf, um authentisch zu bleiben und von der Zielgruppe positiv verstanden zu werden.

Fokussiere Dich auf Deine Zielgruppe! Willst Du bei einer jungen und hippen Zielgruppe eine Punktlandung hinlegen, musst Du ihren Humor verstehen und ihre Bedürfnisse, Gefühle und Gedanken in einem Meme aufgreifen können. Damit legst Du den Grundstein für die Identifikation Deiner Zielgruppe mit Deiner Marke.

 

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Über den Autor
Jasmin kam zufälligerweise bei uns vorbei. Angelockt vom Duft diverser Süßigkeiten aus unserer Snackbox, war ihre Entscheidung sofort klar - hier muss ich arbeiten. Als Expertin im Marketing schreibt sie am liebsten Beiträge zu diversen Themen in diesem Bereich.